Easthawk Ranch
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Reiten beginnt mit Verstehen

Wenn Sitzen plötzlich Sinn macht

Intensivkurs – Reiten und Sitz nach biomechanischen Gesichtspunkten

Du möchtest feiner reiten, klarere Hilfen geben und dein Pferd weniger korrigieren müssen?

Es sich, nicht nur darauf zu schauen, was dein Pferd macht – sondern was zwischen euch passiert.
Denn dein Sitz wirkt immer. Jede Veränderung von Balance, Spannung oder Bewegung beeinflusst auch dein Pferd – manchmal genau so, wie du es möchtest, manchmal völlig unbewusst.

In diesem Intensivkurs geht es deshalb nicht um den „perfekten Sitz“, sondern darum, deinen eigenen Körper besser zu verstehen und ihn gezielter einsetzen zu können.

Damit aus Sitzen Einwirken wird – und aus Hilfen echte Kommunikation.




Du möchtest feiner reiten... Erfahrung sammeln

Vielleicht kennst du das:
Eine Hilfe funktioniert manchmal wunderbar und beim nächsten Mal überhaupt nicht.
Dein Pferd fällt immer wieder über eine Schulter.
Eine Hand wird unruhig, obwohl du sie bewusst ruhig halten möchtest.
Oder du hast das Gefühl, ständig treiben, korrigieren oder festhalten zu müssen.

Oft versuchen wir dann, genau an dieser sichtbaren Stelle etwas zu verändern.
Doch nicht immer liegt dort auch die Ursache.

Feiner reiten beginnt deshalb damit, genauer zu verstehen, was im eigenen Körper passiert.


Dein Sitz wirkt – bei jedem Schritt Woran hakt es?

Reiten ist Bewegung.
Dein Pferd bewegt sich unter dir und dein Körper muss diese Bewegung aufnehmen, begleiten und gleichzeitig Orientierung geben.

Schon kleine Veränderungen beeinflussen dabei das gemeinsame Gleichgewicht.
Ein festes Becken verändert etwas.
Ein ausweichender Oberkörper verändert etwas.
Ein klemmendes Bein ebenso.
Und auch eine Hand wird selten ganz unabhängig vom restlichen Körper unruhig.
Wir schauen deshalb nicht auf einzelne Körperteile, sondern auf die Zusammenhänge.

Denn ein guter Sitz entsteht nicht dadurch, dass alles an einer bestimmten Stelle gehalten wird.


Den einen richtigen Sitz gibt es nicht

Natürlich gibt es biomechanische Grundlagen für einen funktionalen Sitz.

Aber Menschen sind unterschiedlich - Pferde ebenfalls.
Körperbau, Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und Bewegungsmuster beeinflussen, wie ein Reiter auf einem bestimmten Pferd sitzen und dessen Bewegung begleiten kann.

Deshalb geht es in diesem Kurs nicht darum, dich in eine starre Idealposition zu bringen.
Wir suchen einen Sitz, der für dich und dein Pferd funktioniert – ausbalanciert, beweglich und in der Lage, klare Hilfen zu geben.

Nicht möglichst schön sitzen. Sondern funktional und verständlich reiten.

Was kommt eigentlich beim Pferd an?

Wir geben eine Gewichtshilfe, legen den Schenkel an oder nehmen einen Zügel auf.
Aber entspricht das, was wir tun, tatsächlich dem Signal, das wir geben wollten?

Unser Körper sendet beim Reiten ständig Informationen.
Manche bewusst - andere völlig unbeabsichtigt.

Vielleicht fordert dein Schenkel eine Bewegung, während dein Becken gleichzeitig etwas anderes vermittelt.
Vielleicht möchtest du dein Pferd gerade richten und verlagerst dabei selbst dein Gleichgewicht.
Oder deine Hand versucht etwas auszugleichen, das an einer ganz anderen Stelle entstanden ist.

Genau solche Zusammenhänge wollen wir sichtbar und vor allem spürbar machen.

Je klarer dein eigener Körper wird, desto klarer können auch deine Hilfen werden.





Verstehen ist gut – fühlen ist besser Fühlen und Verstehen

Biomechanik soll an diesem Tag keine trockene Theorie bleiben.

Mit kleinen Übungen und Selbsterfahrungen machen wir Bewegungsabläufe und Zusammenhänge zunächst am eigenen Körper spürbar.
Was verändert sich, wenn sich dein Becken anders bewegt?
Wie beeinflusst Spannung deine Beweglichkeit?
Und warum kann sich eine kleine Veränderung plötzlich ganz anders auf dem Pferd anfühlen?

Dieses Wissen nehmen wir anschließend mit in den Sattel.

Denn was du selbst fühlen kannst, kannst du beim Reiten viel gezielter verändern.



Dann geht es ans und aufs Pferd

Im praktischen Teil betrachten wir jedes Reiter-Pferd-Paar individuell.

Wir schauen auf deinen Sitz, deine Balance, deine Beweglichkeit und deine Hilfengebung – immer im Zusammenhang mit der Bewegung und Reaktion deines Pferdes.

Dabei probieren wir aus.
Wir vergleichen.
Und wir beobachten, was sich dadurch beim Pferd verändert.
Wenn es für die jeweilige Situation relevant ist, beziehen wir auch Sattel und Ausrüstung mit ein.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Fehler zu finden.

Wir suchen die Stellen, an denen eine kleine Veränderung einen echten Unterschied machen kann.



Für Reiter, die nicht einfach nur mehr machen wollen

Dieser Kurs richtet sich an Reiter, die bereits über grundlegende Reiterfahrung verfügen und ihr Reiten weiterentwickeln möchten. An Reiter, die feiner werden wollen.

Die nicht dauerhaft mehr treiben, mehr halten oder mehr korrigieren möchten.
Die verstehen wollen, warum manche Dinge funktionieren und andere trotz aller Bemühungen immer wieder schwierig bleiben.
Und an alle, die ihren eigenen Körper bewusster einsetzen möchten, um ihrem Pferd verständlichere Hilfen geben zu können.
Dabei spielt es keine Rolle, ob du überwiegend im Gelände, auf dem Platz oder in der Halle unterwegs bist.

Entscheidend ist nicht, wo du reitest – sondern wie du mit deinem Pferd kommunizierst.



Organisatorisches

Termine 21.02.2027

Kurszeit: 9:00 bis ca. 18:00 Uhr

  • Individuell - bewusst maximal 6 Teilnehmer
  • Sicher in Schritt und Trab
  • Kein eigenes Pferd notwendig
  • erprobte Ausrüstung mitbringen für Bodenarbeit und Reiten
  • Unterrichtszeiten richten sich nach der Teilnehmerzahl und werden rechtzeitig bekannt gegeben
  • Mittagessen wird gemeinsam bestellt; Getränke und Kaffee gegen kleine Kaffeespende
  • Unterkunft bitte selbst organisieren
  • Seminarleitung: Sabrina Ostfalk-Gaßner, Übungsleiter & Dozentin
  • Seminarstätte: Easthawk-Ranch, 91282 Betzenstein, Bayern
  • Investition:
    250 € inkl. Verpflegung

  • Feiner reiten beginnt nicht mit weniger Hilfe – sondern mit klarerer Hilfe

    Am Ende dieses Tages sollst du nicht mit einer langen Liste an Sitzkorrekturen nach Hause fahren.

    Du sollst besser verstehen, was du im Sattel tust, wie es sich anfühlt und was dadurch bei deinem Pferd entsteht.
    Vielleicht verändert sich deine Hand, weil dein Körper plötzlich besser ausbalanciert ist.
    Vielleicht wird dein Bein ruhiger, ohne dass du versuchst, es ruhig zu halten.
    Vielleicht reagiert dein Pferd auf eine deutlich kleinere Hilfe, weil deine Signale eindeutiger geworden sind.